Ausritt mit kleiner Onkel


Letzte Woche bekam ich Nachts eine SMS ob ich nicht Lust hätte heute mit der anderen Gruppe aus zu reiten. Natürlich war ich dabei weil wir endlich wieder eine längere Route geplant hatten. Vormittags war noch nicht ganz klar ob es wegen des Wetters funktionieren wird aber irgendwann erhielt ich dann eine weitere SMS das alles geplant wäre. Um 18 Uhr war ich am Stall und um 19 Uhr war das Treffen mit den anderen. Für mich stand Picasso auf dem Plan der im Gelände ein absolutes Verlasspferd ist. Dafür stand der neue Schimmel "Kleiner Onkel" bei K. im Plan. Als sie kam war sofort klar das sie ihn nicht nochmal reiten will. Wir sind dann alle zu U. gegangen um das zu klären und U. meinte ob ich nicht mir dem Schimmel raus wollen würde. Ich fragte ob das eine gute Idee ist und er meinte das wüsste er nicht. Na Super. Da ich aber für selbstmörderische Aktionen immer zu haben bin habe ich also etwas widerwillig eingelenkt den Rennschimmel ins Gelände zu nehmen.
Beim Aufsteigen gab es wieder das Problem das er nicht stehen bleiben wollte also schnell jemanden zum festhalten organisiert und dann ging es gleich mal ein paar flotte Runden auf dem Hof rum Grinning Wir sind dann los gezogen und eigentlich wollte ich hinter G. bleiben aber das ging am Anfang gar nicht so das wir im sehr flotten Schritt erstmal ein bisschen vorweg gegangen sind und zwischendurch mal ein paar Zirkel geritten sind um den anderen eine Chance zum Aufholen zu geben. Nach und nach lief das viel besser so das ich zwischendurch auch mal ruhiger mit ihm reiten konnte. Mit dem kleinen Sattel war das Sitzen schon ein kleineres Problem.
Später kamen wir zu den ersten Trabstrecken die Anfangs immer damit begannen das ich hinter G. gestartet bin und am nächsten möglichen Bremspunkt (Baum, Großes Feld, Hecken oder hohe Zäune) vor den anderen durchpariert bin. Still stehen war etwas schwieriger. Wenn er dann mal wirklich stand gab es überschwängliches Lob von mir.
G. meinte an einem langen Waldweg mal ob wie den Galopp probieren wollten. Das lief ziemlich gut weil ich soweit wie möglich versucht habe mit Onkel hinter G. zu bleiben und ihn zwischendurch mit Paraden wieder etwas zurück holen konnte.
Nach und nach wurde er lockerer so das er zum Ende hin auch am hingegeben Zügel in Dehnungshaltung locker und langsam hinter G. herging.
Mitlerweile war es schon nach 21 Uhr und bis auf das Mondlicht hinter den Wolken war es Stockfinster. Knappe 20 Minuten später erreichten wie dann den leeren Hof auf dem uns einsam zwei Gestalten erwarteten um rauszufinden ob wir wirklich ankommen.
Der Ausritt war echt genial auch wenn Onkel ab und zu ein wenig zu flott war. Er hatte immerhin eine totale Ruhe im Gelände und ist nur zweimal kurz gescheut bzw. hat einen Satz zur Seite gemacht.