Die Vor- und Hinterhand des Pferdes
Man fragt sich immer wieder: Warum stolpert mein Pferd, warum geht es lahm, warum verttritt es sich immer wieder....? Die Antwort könnte hier drin enthalten sein:
Die Hinterhand ist bei dem Pferd, eines der wichtigsten Apparate, die beim Reiten und beim Fahren eingesetzt wird. Aus der Hinterhand kommt die meiste Schubkraft des Pferdes.
Es ist sehr wichtig, das die Hinterhand gearbeitet wird um dort Muskeln aufzubauen und um Kraft zu bekommen. Das heißt, sie muß aktiviert werden!
Dieses erreicht man nur mit konsequentem Training.
Dazu zählt unter anderem das Longieren mit Bodenstangen, um die Hinterhand zu aktivieren. Später kann man die Stangenarbeit auch vom Sattel, beritten fortführen.
Was noch gut ist, mit dem Pferd, wenn man die Möglichkeit hat, Bergauf, Bergab geht.
So lernt das Pferd am ehesten, die Hinterhand zu aktivieren. In Amerika werden die Pferde gern durch einen Wasserlauf geschickt um dort Muskelkraft aufzubauen. Also wenn jemand die Möglichkeit hat, sein Pferd durch`s Wasser zu schicken, sollte das ruhig tun, denn es ist nicht nur für die Beine gut. Es ist gut für das Allgemein Befinden des Pferdes!
Hat man eine Hinterhand, die nicht richtig funktioniert, weil diese nicht genug gearbeitet wurde, keine Schubkraft aufgebaut hat, kann es durchaus passieren, das am Vorderbein, das dann mehr belastet wird, sich nach einiger Zeit ein Sehnenschaden breit macht, überstrapaziert wird, oder Bänder überdehnt werden.
In einem Fall, den ich kenne, führte das sogar zu einem Gehfehler des Pferdes. Es bewegte sich hinten Unkontrolliert im Schritt.
Was tue ich in so einem Fall?
Sehnenschaden, Bänder überdehnung, kann man behandeln. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Spezialbeschlag, Druckverbände, Medikamentös...
Bei Sehnenschaden und Bänderdehnung ist Pause angesagt. Denn damit kann man auf keinen Fall weiter reiten. Das muß erstmal ausheilen.
Auch wenn sie einen Spezialbeschlag bekommen, heißt das nicht, das man sofort volles Programm weiter machen kann. Das Pferd bekommt eine spezielle Therapie vom TA bzw. vom Huftherapeuten verschrieben.
Spat ist eine Krankheit die überwiegend in der Hinterhand auftritt. Sie ist nur mit einem Spatschnitt behandelbar. Da wird dann ein Teil der verlaufenden Sehne über dem erkrankten Sprunggelenk entfernt. Durch Spat kann es zu Lahmheiten und Schmerzen kommen. Nach halten des Beines etwa 1 minute lang, wir die Lahmheit deutlicher. Das Pferd ist auf keinem Fall mehr groß belastbar. Sobald es anfängt zu lahmen, muß man mit dem Reiten aufhören.
Das Pferd gilt als nicht mehr 100% Belastbar. Meist ist es nur noch eher für ruhige Ausritte
zu gebrauchen.
Es gibt aber den sogenannten weichen Spat. Das sind dann weiche Schwellungen, die an der vorderen Innenseite des Sprungelenk sitzt und harmlos ist, solange sie weich bleibt.
Ähnlich sind die Sprunggelenkgallen.
Die Vorderhand, ist die Hand, wo am meisten ein Sehenschaden auftritt. Deshalb sollte man im Falle eines Dicken Beines, Lahmheit, erstmal den TA darauf schauen lassen. Natürlich kommt es schon mal vor, das es nur ein Einschuß ist, der vielleicht durch eine kleine Verletzung hervor gerufen wurde. Das Pferdes bekommt dabei hohes Fieber zwischen 40 und 41 Grad. Dieses kann aber dann an alle Beine auftreten.
Ein Einschuß läßt sich meist mit Angießen des Beines, Bandagieren und Equipalazone behandeln, ein Sehnenschaden dagegen, dauert viel länger, bis der Ausgeheilt ist.
Athrose kommt beim Pferd meistens im mittleren bis hohem Alter vor. Pferde die betroffen sind, haben meistens jedoch in ihrem Leben viel und hart gearbeitet, wie Turniere gemeistert, Distanzen, Vielseitigkeit, Military, halt auch die "Harten" Sportarten in der Reiterei.
Athrose läßt sich durch Röntgen feststellen. Am meisten merkt man die Athrose beim Pferd, wenn es feucht oder kalt ist. Manchen Pferden merkt man die Athrose an, wenn sie morgens aus dem Stall geholt werden, indem die Beine dick angelaufen sind oder sie anfangs lahmen. Nach bewegen des Pferdes bessert sich der Zustand meist. Die Pferde sind aber trotzdem nicht mehr voll belastbar. Meist nur noch für die Freizeitreiterei für ruhiges Reiten zu gebrauchen. In Fortgeschrittenden Fällen bleibt die Lahmheit bestehen. Schmerzmittel vom TA können eine vorübergehende Schmerzfreiheit erreichen.
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