Galopp und Gottesdienst
Da ich schon länger nicht mehr allein mit Henry ausgeritten bin, es war die letzten 2 wochen immer jemand mit gegangen, da ich nicht gut zurecht war, hatte ich mir heute mal wieder einen ausritt allein vorgenommen.
In der Früh so gegen 10.30 ging es dann los. Heute stand das Dreiländereck auf dem Plan.
Ich hatte mir unter anderem vorgenommen, Henry viel zu galoppieren, damit er mehr Kondition aufbaut. Also nahm ich mir Wege vor, wo es lange geraden gibt. Wir ritten dann los. Wir gingen bei einem Nachbar über den Hof. Draußen standen die Kühe vom Nachbarhof. Henry machte erstmal einen Schwenker durch einen Graben auf den mit Mais angepflanzten Acker, da ihm die Kühe wohl unheimlich vor kamen. Er fing an zu schnaufen wie ein Walroß und drehte sich erstmal im Kreis. Ich beruhigte ihn mitr meiner Stimme und er ging dann mit leichten Seitwärtsgängen am Ackerrand weiter an die Kühe vorbei. Jetzt dachte ich nur, das fängt ja gut an!
Als wir dann durch ein Waldstück ins Dreiländereck kamen gingen wir ein ganzes Stück Straße, vorbei am Rasthäuschen, bis wir auf Sand kamen. Ich trabte erst ein paar meter und galoppierte dann an. er galoppierte locker weg. Kurz vor ende des Weges sah ich einen Radfahrer, der dann nach links abbog und ich wunderte mich, denn da ist Sackgasse. Als wir an der Sackgasse ankamen, sah ich auf der rechten Seite das Auto unseres Vermieters und da war ich ganz verwundert und fragte mich nur, was der denn wohl hier im Wald machen würde? Plötzlich hörte ich aus der Sackgasse Stimmen und Gesang und sah einen ganzen Haufen Leute. Klar dachte ich! Da ist ja eine Kapelle mitten im Busch und heute ist ja Prozession.
Ich ritt dann weiter geradeaus, machte einen Bogen nach rechts und ritt quer durch den Südfeld, so das ich wieder von oben ins Dreiländereck kam. Ich nahm den ersten Waldweg. Ich trabte an und nach ein paar meter galoppierten wir wieder. Dieses mal mit einem Mittelgalopp. Wir kamen zu der Stelle, wo das Auto vom Vermieter stand und die Leute an der Kapelle standen. Wir gingen dort im Schritt vorbei, gingen danach links um auf den nächsten Sandweg zu kommen, von wo wir auch gekommen waren. Hier galoppierte ich gleich an und es war ein herrlicher Mittelgalopp. Kurz vor zwei Fußgänger wollte ich abbremsen, doch Henry machte das von ganz alleine. Der spürt alles, das ist echt toll, wie er sich manche Dinge merkt die man ihm bei bringt.
Nachdem wir die Spaziergänger überholt hatten, ging es im Galopp bis zum ende des Weges weiter. Die Straße die quer durch das Dreiländereck läuft, folgten wir bis zur Waldsiedlung, die wir dann mit einem Rechtsschwenker durchquerten um wieder richtung Heimat zu kommen.
Der Galopp machte heute richtig viel spaß. Henry ist einfach super leicht zu händeln und das mag ich an ihm. Besonders das er auch sehr schnell begreift und sehr lernwillig ist. Er ist ein echter Goldschatz!
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