Teil I: Ursachen für unerwünschtes Verhalten und negative Einstellung
Bevor Ihr Eurem Pferd eine "negative Einstellung" oder ein Verhaltensproblem unterstellt .... bevor Ihr nach dem schärferen Gebiss oder Sporen greift..
Seht Euch die 14 weit verbreiteten Ursachen für Widersetzlichkeit, mangelhafte Leistung oder Verhaltensproblemen an.
Heute: Schlecht passender Sattel
Es erstaunt mich immer wieder, wie oft ein schlecht passender Sattel oder ein verzogener oder schiefer Sattelbaum als Ursache für Scheuen, unerklärliches Buckeln, Durchgehen oder mangelnde Leistungsbereitschaft übersehen wird. Viele Verhaltensprobleme lassen sich auf Schmerz oder Einschränkungen infolge eines schlecht passenden Sattels zurückführen. Ein kneifender Sattel schränkt die Bewegungsfreiheit vom Genick bis zum Becken ein, führt zu verkürzten, gebundenen Gängen und ist dem Pferd unangenehm.
Der Sattel kann zu eng sein oder zu weit vorn liegen, sodass er Schultern und Widerrist einengt und einen freien Bewegungsablauf behindert. Die Wirkung eines zu niedrigen Vorderzwiesels, der auf denjWiderrist drückt, kann noch verschlimmert werden, wenn das Pferd über dem Zügel geht, den Rücken wegdrückt oder einfach bergab geht.
Ich habe Pferde mit teuren, maßgefertigten Sätteln gesehen, die nicht mehr passten, weil das Pferd an Kondition oder Gewicht zugelegt oder verloren hat. Die meisten Sattelhersteller lassen außerdem das Gewicht und die Balance des Reiters außer Acht, durch die sich die Druckpunkte vollständig verändern können. Die weit verbreitete Methode, den Sattel auf ein Tuch legen und sich die Druckpunkte anzusehen, ist absolut nutzlos, wenn der Reiter nicht darauf sitzt.
Bei manchen Sätteln ist die Kammer nicht weit genug, was ebenfalls zu einem Widerristdruck führen kann. Ein zu großer Sattel liegt nicht stabil genug auf, sodass der Reiter immer versucht, das Pferd "einzuholen". Unangenehm ist es auch, wenn der Sattel nur vorn und hinten, nicht aber im Mittelstück Kontakt zum Pferd hat. Ein zu langer Sattel drückt auf die Nieren. Selbst von den sogenannten flexiblen Sattelbäumen sind einige zu eng oder zu lang.
Bei manchen Pferden, zum Beispiel solchen mit Senkrücken oder asymetrischen Schultern, ist es gar nicht so leicht, den Sattel richtig anzupassen.
Zu den Verhaltensweisen, die möglicherweise auf einen schlecht sitzenden Sattel zurückzuführen sind,, gehören Reizbarkeit, schiefer Gang, Überreagieren (oder überhaupt nicht Reagieren) auf die Hilfen, gebundener Gang, angehaltener Atem und auffallende Verspanntheit.
Neue, alternative Sattelmodelle, mit verstellbaren/flexiblen Kissen, ganz ohne Baum oder in der Weite verstellbar, kündigen für unsere vierebeinigen Partner eine neue Ära an.
Wo kann ich denn gute Sättel bekommen die auch Angepasst werden?
- Eigentlich kannst Du in jedem gut sortierten Reitgeschäft einen guten und auch preiswerten Sattel erhalten, der auch angepasst wird. In der Beziehung solltest Du immer nachfragen ob die auch Sattelanpassungen machen.
Wenn Ihr mehr mit eurem Pferd als Freizeitreiten möchtet, ist ein perfekter Sattel ein Muss, damit das Pferd lange und erfolgreich im Sport ist. Ich kann jedem Freizeitreiter und auch Tunier/Sportreiter eine Dynamische Satteldruckanalyse empfehlen.
Info´s hierzu erhaltet Ihr unter: http://www.dsda-net.de/
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