ängstliche Reiter

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Kara22
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Beigetreten: 03.03.2010

Hallo,

ich hoffe mal nicht, daß dieses Thema für irgendwen peinlich ist....
Aber es gibt bestimmt einige Reiter die nicht immer mutig sind.
So wie ich zum Beispiel: Späteinsteiger und das erste eigene Pferd passte nicht zu mir. Sprich die Angst wurde immer größer. Das Reiten aufgeben - wollte oder konnte ich aber auch nicht! Ich hab´s mit einem neuen Pferd versucht, und jetzt bin ich seit ca. zwei Jahren dabei meine Angst zu besiegen. Bisher mit Erfolg, auch wenn es nur langsam voran geht. Gestern hab ich mich an mein erstes Hinderniss gewagt, und ein Mini-Kreuzchen überwunden. Smiling) In der Reithalle hab ich also schon richtig Fortschritte gemacht. Dieses Jahr wagen wir uns nun in die Natur. Für mich gar nicht so einfach, obwohl ich vor Jahren nur im Gelände geritten bin, mangels Reithalle. Nun hoffe ich das ich auch im Gelände meine Angst besiegen kann!
Wer hat Ratschläge, gute Tipps und jede Menge Zuspruch für mich parat?

LG Kara

Anja (nicht überprüft)
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Re: ängstliche Reiter

Ich hätte für die ersten im Gelände, folgende Tips:
Nimm dir jemanden mit, der sehr erfahren im Busch ist und ein ruhiges Pferd hat. Niemals am anfnag in einer großen Gruppe ausreiten! Warum nicht? Ganz einfach:
Du bist ängstlich, d.h. wenn dann mal eines von den Pferden aus der Gruppe dabei ist, das sich mal daneben benimmt und der Reiter dann auch unsicher wird, kann es sein, das dieses Pferd die anderen ansteckt und du vielleicht auch ängstlicher wirst und das auf dein Pferdchen überträgst.
Also, bitte nimm wirklich anfangs einen Erfahrenen, unempfindlichen Reiter mit, der auch ein passendes ruhiges Pferd hat und du wirst sehen, der Ausritt wir für dich zum Genuss und du wirst mit kleinen Schritten auch draußen das Vertrauen zu deinem Hafi bekommen!

Das andere ist natürlich auch, das du dich im Gelände viel besser mit deinem Pferd bewegen kannst, wie in der Reithalle und dein Pferd auch viel lockere gehen wird, da die Bewegungen für Pferd und Reiter ganz anders sind, als in der Halle oder auf dem Platz, so lernst du auch gleich die Vielseitigkeit deines Hafis kennen.
Ich finde, das Ausreiten sehr wichtig ist, auch um einfach mal entspannter auf dem Pferd sitzen zu können und die Seele einfach nur baumeln zu lassen. Man kann somit, auch wenn man nur erstmal mit Schrittausritte anfängt, die freie Natur genießen und mit Ruhe anfangen.

Mein Mann reitet selber auch erst seit 3 Jahren. Er hat auf einem ehemaligen Wanderreitpferd reiten gelernt. Ich gab ihm damals Unterricht. Wir gingen nach ein paar Reitstunden direkt ins Gelände, damit er lernen konnte auch mal lockerer auf einem Pferd zu sitzen und nicht so verkrampft wie auf dem Reitplatz. Schließlich wollten wir ja eh mehr ins Gelände gehen und wir sind absolute Buschreiter! Die Stute, die er hatte brachte die Ruhe mit und meiner, ein damals 4jähriger war auch die Ruhe selbst. Also hat mein Mann als damlaiger Anfänger, der vorher nie was mit Pferden zu tun hatte, alles super gemeistert.
Warum ich dieses schreibe? Ganz einfach: Mein Mann war anfangs auch ängstlich, aber ich habe ihn mit Hilfe meiner Wenigkeit, meines Pferdes und seines Pferdes die Angst genommen.
Ich wünsche dir viel Spaß beim ersten Geländeritt und wenn du möchtest, helf ich gern weiter, wenn du Ratschläge brauchst und wäre auch gern bereit einen ausritt mit zu machen, wenn du magst.

Brummi
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Beigetreten: 19.02.2010
Re: ängstliche Reiter

Also ich finde dich sehr mutig...
ich denke, ich bin zwar nur wenig ängstlich, aber ich reite selber erst wieder seit einem Jahr...und ich
habe mir im Oktober 09 mein eigenes Pferd, ein Isländer, geleistet. Jahrelanger Traum...
Es klappt natürlich noch nicht alles,deswegen würde ich ja gerne mal Bodenarbeit machen, mein Wallach will gerne unter meiner Hand mal losrennen usw.Klar manchmal habe ich dann auch etwas Angst,aber mehr das ich doch mal runterfliege und mir die Knochen breche, weil ich schon Probleme mit meinen Knochen habe.
Aber sonst geht es.
Außerdem denke ich das doch jeder mal Angst hat...Ich hätte nämlich Angst mich auf ein großes Pferd zu setzen, das ist mir nicht geheuer. Bin auch nicht schwindelfrei...grins...
Du schaffst das mit jemand der sich gut auskennt, dir vielleicht ein paar Anweisungen geben kann. Vielleicht reitet dein
Reitlehrer auch mit?
Ich versuche möglichst oft ins Gelände zu kommen,leider ist mein Isi da mit mir alleine immer noch etwas ängstlicher und prüft mich,da muß ich viel üben mit ihm...

Frederick
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Beigetreten: 18.11.2009
Re: ängstliche Reiter

Als ich das Reiten lernte, meine Frau war meine Reitlehrerin, hatte ich eine von 1,55 Stockmaß große ehemalige Wanderreitstute. Sie war sehr erfahren und ein Anfängerpferd.
Meine Frau hatte sie mir damals ausgesucht. wir hatten sie von Privat.
Ich mußte alles lernen, von der Pike an. Da ich ja überhaupt keine Ahnung von Pferde hatte.
Ich bin vorher immer mit Fahrrad neben her gefahren, aber das ging mir irgendwann auf den Keks durch die Boomberge, tiefer Sand und so. Irgendwann saß ich dann auf Anja ihrem jungen, lieben Satino. De war echt cool. Ich fand es so toll, das ich Unterricht haben wollte. Anja hat mir dann alles bei gebracht. Vom Stall misten, über putzen, bis Satteln....
Es war hart am Anfang, aber sie machte mir immer wieder Mut, als ich kurz davor war aufzugeben, weil es doch sehr viel war, was ich lernen mußte. Für mich war es ein Crash Kurs, aber ich wollte es ja auch so. Schnell lernen, denn der Sommer kam und ich wollte einfach mit meine Frau ins Gelände, sie einfach begleiten.
Ich strengte mich an und ich entwickelte mich so schnell, das wir nach ein paar Unterrichts- stunden schon ins Gelände geangen sind. Natürlich nur erstmal im Schritt und Stall nah, eine kleine Runde.
Es war herrlich, trotz meiner leichten Angst beim ersten Ausritt, da ich ja nicht wußte wie Pamina im Gelände so reagieren würde. Doch meine Frau, die sie vorher im Gelände getestet hatte, versicherte mir, das sie super brav im Gelände vorwärts geht. Ich vertraute ihr und es lief wie geschmiert.
Das waren meine Anfänglichen Schwierigkeiten und mittlerweile bin ich total Fit im Gelände und das Gelände ist mein Ding!

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Malin
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Beigetreten: 11.03.2010
Re: ängstliche Reiter

Ich bin letztes jahr im September erst angefangen, mit 43 jahren. Wir sind ( mein Mann und ich) in eine nette Truppe gekommen, am Anfang war das auch alles prima. Trotzdem war immer etwas Angst dabei, man könnte ja runterfallen, das wäre zu hause dann das Chaos pur, wenn ich mich verletzten würde. Dann sind wir aber gewechselt, da das reiten abends zu spät war. Jetzt starten wir beim lernen nochmal neu, sprich die ganzen Feinheiten, vorher war es ein Sprung ins kalte Wasser. So langsam verliere ich auch die Angst dabei, Galopp, habe ich erst einmal gemacht, bis es in die Kurve ging, war auch alles gut, dann fiel mir aber dummerweise ein: Was passiert, wenn ich die Kurve nicht kriege, da war es vorbei.

Jetzt bin ich langsam an dem Punkt, das es wieder hinhauen könnte.

Brummi
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Beigetreten: 19.02.2010
Re: ängstliche Reiter

Wie ich ja ebenfalls schon erzählte, reite ich auch erst seit 13 Monaten,mit 43 Jahren und ich finde es einfach normal, das wir
(oh wie schrecklich!!) älteren Semester Angst haben. Je älter man ist,je eher hat man Angst. Wir sind nicht mehr so mutig wie die Kinder,die mit 8 oder 10 Jahren mit reiten oder anderen Sachen anfangen. Also sollten wir uns nicht entmutigen lassen, oder?
Ich bin auch noch nicht so gut im reiten, habe aber regelmäßig Reitstunden. Aber man lernt auch nicht mehr alles im Handumdrehen und so schnell wie die Kleinen. Außerdem setzt man sich mehr unter Druck(das mache ich auch sehr schnell,man möchte ja gerne perfekt sein).
Aber wir schaffen das schon...also bloß nicht entmutigen lassen...

Oliver.L
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Beigetreten: 19.02.2010
Re: ängstliche Reiter

Also von Angst kann ich eigentlich nicht sprechen, nicht einmal nach dem Unfall. Habe schon völlig durchgeknallte Pferde aus der Longierhalle geholt, weil die Mädels sich nicht trauten, und da trug ich noch mein Korsett. Und auch der erste Ausritt ging angstfrei über die Bühne, das allerdings auch deshalb weil ich Banjo 100%ig vertraue. Natürlich wird auch mir in Situationen wie die mit dem durchgeknallten Pferd Mulmig, aber hätte ich Angst, hätte ich mich da gar nicht erst hineingewagt. Es hört sich vielleicht großspurig an, aber wer wirklich Angst hat, sollte sich erst gar nicht in den Sattel setzen. Eine gehörige Portion Respekt ist angemessen und sinnvoll und  und die damit verbundene Vorsicht wichtig erst recht wenn man schon zum etwas älteren Eisen gehört;-)da kann man sich nicht mehr alles erlauben, die fehlte mir aber vor meinem Unfall und das ist mit diesem nun Geschichte. Ich werde einige Abstriche machen müssen so schwer es mir auch fällt aber das Risiko muss minimiert werden und das heißt auch weiterhin keine Angst zu haben denn das spüren die Pferde und erhöht das Risiko in brenzligen Situationen die Kontrolle zu verlieren. Ich habe bei den Mädels schon einige Fälle erlebt wo sie aus angst nicht unbedingt hilfreiche Verhaltensweisen an den Tag gelegt haben und dann lagen sie unten, was vermutlich nicht passiert wäre wenn sie sich ruhig und besonnen verhalten hätten.
Aber wie Brummi schon sagt, man muß lernen damit umzugehen zumindest solange man im Sattel sitzt, anschließend könnem einem ja die knie schlottern und man kann sich zumindest kurzzeitig mal fragen, warum man sich das eigentlich antut...Aber wir alle kennen ja die Antwort schon: Auf dem Rücken der Pferde........

Dodi
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Beigetreten: 07.04.2010
Re: ängstliche Reiter

Also ich habe keine Angst vorm Runterfallen.Dafür bin ich schon zu oft geflogen^^(Ca. 35mal).Mir ist Gott sei Dank nie was schlimmes passiert bis auf nen paar Prellungen.Ich kann meine Mutti aber gut verstehen das sie angst hat. Sie hat schließlich auch noch nen kleines Kind zuhause und wer soll sich dann kümmern um ihn wenn sie sich jetzt richtig was getan hat.Aber sie hat schon nicht mehr soviel angst wie früher, sie schafft jetzt sogar schon nen kleines Kreuz^^Denke mal das man älter ist anders Denkt über die Folgen was alles Passieren kann. Man dadurch mehr Respekt hat vorm
Runterfallen.

Brummi
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Beigetreten: 19.02.2010
Re: ängstliche Reiter

Na soviel zum Thema Angst...gestern war ein echt schrecklicher Tag,aber es ist schön,wenn man in diesen Situationen sogar mal Glück hat,bin nämlich eher ein Pechvogel.
Sind gestern Richtung Mühlgrund und nach dem Kaffee auf der rechten Seite angetrabt und waren kurz vorm Wald.
Da lag ein pferdefressender Holzstapel ,der da sonst nicht ist und mein Isi machte solch eine Kehrtwendung das ich runterflog, erst noch mit Zügel, die mir dann aber doch (leider) aus der Hand glitten....und mein Isi rannte und rannte und rannte...
Zumindest kennt er den Weg nach Hause...aber zum Spaßen ist mir noch immer nicht.
Es hat mich ein Auto beim Mühlgrund mitgenommen,aber wir sahen mein Isi erst kurz vor zu Hause, sind schätze ich ich mal um 3 Km oder etwas mehr...UND ER MUSSTE DAFÜR ÜBER DIE BERGSTRASSE...ich kann nicht mal mehr sagen was ich fühlte bis zum Zeitpunkt als ich ihn sah...möchte mir auch nix weiter ausmalen...sonst kommen mir die Tränen...aber es ist alles gut gegangen
und wir sind heile nach Hause...und ich am heulen, war echt fertig...heute tun mir die Knochen ziemlich weh, sonst geht es.
Danach fiel mir noch auf das mein Autoschlüssel weg ist...also auf Fahrrad und noch mal die Strecke abfahren.
An der Stelle wo ich fiel lag auch mein Schlüssel, etwas versteckt...den hatte ich nämlich gerade neu für 135 Euro...
Also alles in allem bin ich froh das meinem Isilein nix passiert ist und alles gut geendet ist...
ausser das wir nun nochmal von vorne anfangen und viel üben müßen...aber es gibt schlimmeres...

Brummi
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Beigetreten: 19.02.2010
Re: ängstliche Reiter

Man bin ich blöd...eigentlich wollte ich doch sagen,das ich trotzdem nicht unbedingt Angst habe,aber beim nächsten Mal sicher ein etwas mulmiges Gefühl habe, mal sehen...vielleicht sollte man ein Falltraining machen und dem Pferd lernen das es auf Pfiff stehen bleibt wie mein Hund...aber trotzdem ist es so das man sich ausmalt was passieren könnte, das macht man aber in jüngeren Jahren nicht so...

Oliver.L
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Beigetreten: 19.02.2010
Re: ängstliche Reiter

Das ist aber auch etwas völlig anderes. Wenn mir so etwas passiert wäre, wäre ich auch ersteinmal mit den Nerven runter, nicht nur aus Sorge vor meinen Ponys sondern auch vor dem was anderen (Autofahrern etc.) hätte passieren können.
Und wenn ich meine Pflegerinnen ausreiten lasse bin ich immer wieder froh, wenn alle unbeschadet zuückkommen, obwohl ich meinen Fellnasen voll vertraue, ein Risiko ist es immer. Was mir beim Reiten alles passieren kann ist mir im gegensatz zu der Sorge um die Pferde und den Mädels zweitrangig, deshalb und aus den o.g. Gründen habe ich im Sattel keine Angst, dafür aber umso mehr um andere.
Freut mich das dein Isi unbeschadet über die Strasse gekommen ist und du dir auch nichts getan hast Smiling

Brummi
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Beigetreten: 19.02.2010
Re: ängstliche Reiter

Ich bin auch sehr froh, das meinem Selur nix passiert ist...will es mir auch nicht weiter ausmalen...
Ich habe einfach mal Glück gehabt...Glück im Unglück und das will bei mir schon echt was heißen...