Späte Vorstellung aber sie kommt - Teil 2
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Hallo alle zusammen, jetzt möchte ich mich Vorstellen!
Mein Name ist Oliver ich bin 36 Jahre , komme aus Bremerhaven und bin Norwegersüchtig!
Vor ziemlich genau 5 Jahren habe ich aufgrund eines Urlaubs in Australien, wo ich an einem Geländeritt durch den Regenwald im nördlichen Queensland teilgenommen habe, mit dem Reiten angefangen.
In unserem Verein gab es, wie in vielen Ställen woanders wohl auch, einen Männermangel, und so wurde ich neben dem Reitunterricht in die Vereinsarbeit eingebunden. Ich habe sehr viel und gerne mit den Jugendlichen zu tun gehabt und so im laufe der Jahre (neben der Jugendwartin) ihr Vertrauen und teilweise auch Freundschaft gewonnen. Nun bin ich als Gerätewart auch in der Vorstandsarbeit eingebunden, und als einziger Handwerker (Gas- und Wasserinstallateur) im Stall....naja, ihr könnt es euch ja denken. Besonders dieser Winter hat mir eine Menge Arbeit mit den Tränkenleitungen die ohnehin schon veraltet sind beschert. Und so wartet im Frührjahr ein Großprojekt auf mich das ich schon seit 3 Jahren anrege, nämlich die Neuinstallation einer Tränkenleitung mit Umlaufheizungssystem und mit neuen, teilweise auch beheizten Tränken für 42 Boxen (vorrausgesetzt meine Vorstandskollegen stimmen zu, denn das ganze ist ein schweineteueres und da ich es Installiere auch arbeitreiches Projekt für mindestens 2 Monate.
Vor ca. 2 1/2 Jahren habe ich (auf der suche nach ein Schulpferd für eine RB) von der Besitzerin eines unserer Schulpferde erfahren das sie dieses Pferd verkaufen möchte, da sie kein Geld mehr dafür hat. Kurzentschlossen kaufte ich es da sie mich kannte und mit mir als Käufer kein Problem hatte, denn sie war immerhin schon 14 Jahre Besitzerin dieses Pferdes und es viel ihr schwer ihn an unbekannten zu verkaufen.
Hierbei handelt es sich natürlich um Banjo, meinen inzwischen 20 Jahre alten Norwegerwallach.
Seine 100%ige Zuverlässigkeit, Gelassenheit, Ruhe und Intelligenz haben mein "Fieber" für diese Rasse entfacht.
Er läuft auch weiterhin im Schulbetrieb, da er so ausreichend beschäftigt ist, denn durch meine Arbeit bin ich gezwungendermaßen 5 Tage die Woche auf Montage und somit überhaupt nicht in Bremerhaven, wenns normal läuft, nicht so wie im Augenblick wo ich 4 Wochen in eins durcharbeiten musste.
Aber es gibt genug Kinder und Jugendliche die ihn schon lange ins Herz geschlossen haben, und sich um ihn kümmern, und mit den Pflegerinnen für meine Ronja sind insgesamt 7 Mädels mit der Betreuung der beiden beschäftigt.
Ronja habe ich vor ca. 1 1/2 Jahren gekauft weil ich die Idee im Kopf hatte zu Züchten, und das geht mit Banjo nunmal nicht.
Es war eigentlich geplant hier in Brhv. einen Job anzunehmen um mehr Zeit und gleichzeitig mehr Geld dafür zur Verfügung zu haben.
Dann kam aber die Wirtschaftskrise und machte mir einen Strich durch die Rechnung, das Pferd hatte ich aber schon...ein bisschen voreilig, aber nicht zu ändern:-)
Ronja (eigentlich Tanja) habe ich im Rheinland, in der Nähe von Aachen gekauft. Sie hat eine sehr gute Abstammung (im Gegensatz zu Banjo, der überhaupt keine hat), wurde als Fohlen mit der Silbermedaille prämiert, war Staatsprämienanwärterin (der zweite Deckversuch klappte nicht und dannach wurde sie verkauft, und die Staatsprämiengeschicht wurde nicht weiterverfolgt), und sie hat 2003 ein Fohlen (Weißfalbstute) zur Welt gebracht.
Sie musste bei uns ersteinmal gewaltig abnehmen (sie hatte mind. 150 Kg zuviel drauf) und ordentlich dazulernen, was aber meine Trainerin und meine Mädels sehr gut gemacht haben, denn ich fiel durch einen Reitunfall aus, aufgrund dessen ich 9 Monate krankgeschrieben war.
Heute könnt ihr ja schon anhand der Bilder sehen was daraus geworden ist. Die seltene Graufalbfarbe von Ronja und das Weißfalbfalbfohlen waren mit die Hauptgründe für meine Wahl, und inzwischen habe ich durch Intensive Nachforschungen ihren Stammbaum bis in Anfang der 50er Jahre zurückverfolgt und auch herausgefunden wer der Vater des Fohlens (ebenfalls ein Weißfalb) ist und wo sich die Stute (inzwischen mehrmals weiterverkauft) befindet, zumindest bin ich ganz dicht dran, ich warte nur noch auf eine Rückmeldung. Ich möchte Ronja auf jeden Fall noch einmal von dem Hengst decken lassen, sobald es Zeit und Geld zulassen.
Ich denke ich mache das natürlich aus Neugier und weil ich glaube das das Züchten eine ganz Interassante Beschäftigung neben dem Reiten ist, aber auch weil ich 100 %iger Fan dieser Rasse bin und für ihre weiterverbreitung einen Beitrag leisten will.
Ich denke das gibt ersteinmal einen kleinen Einblick in meine Person.
Lg. Olli
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Für alle die nicht in der Norwegerfreunde Gruppe sind möchte ich auch hier noch einmal etwas näher auf den Grund für mein Norwegerfieber eingehen.
Also bei mir wars so,
Ich bin ja leider erst spät zum Reiten gekommen habe mit 31 angefangen, aber besser zu spät als gar nicht
Anfangs war ich ja noch der Meinung Ponys sind was für Kinder, ich wollte sobald ich soweit war in der Abteilung zu reiten auch gerne auf Großpferden.
Nach ca. 1 1/2 Jahren kam Banjo in den Stall und sollte dort obwohl in Privatbesitz im Schulbetrieb mitlaufen, eine Regelung die inzwischen auf 5 von 9 Schulpferden zutrifft. Ich hatte die Ehre in als erster reiten zu dürfen. Augrund schlechter Erfahrungen aus dem Stall zuvor wo er auch im Schulbetrieb eingesetzt wurde hat er einige Macken mitbekommen die aber zum Glück größtenteils inzwischen der Vergangenheit angehören. Dabei geht es vor allem um den hirnlosen Einsatz der Gerte.....(die Folgen könnt ihr euch ja denken), die Angewohnheit die Pferde nur einmal am Tag zu satteln und zu trensen, und sie dann den ganzen Tag so in der Box stehen zu lassen ( ist ja keine Sache die man den Reitschülern überlassen sollte, die könnten ja was lernen und genauso gleichgültig läuft dort auch der Schulunterricht ab). Aufgrund der Tatsache das er also den ganzen Tag die Gamaschen um hatte hatte er Narben am Bein die mich bis heute dazu veranlasssen die Gamaschen außer beim Springen wegzulassen. Die Boxen waren über den Trennwänden (warum auch immer) mit E-Leitungen gesichert so das mehrmaliges berühren mit dem Trensengebiss wohl dazu führte das er nur noch widerwillig das Maul zum Trensen aufmacht, und das bis heute. Aber bei und ieht die Sache ganz anders aus und so ist er heute viel unkomplizierter im Umgang und ich denke er dankt es uns so wie die anderen Schulpferde, das wir viel Wert auf artgerechter Haltung legen so gut es uns möglich ist.
Nach der ersten Reitstunde dankte er es mir mit einem freundlichen und hartnäckigen Biss in den Finger (hätte ja was zum Essen sein können)
die nächsten 1 1/2 Jahre hatte ich kaum mit ihm zu tun bekam aber durchaus mit das er ein ganz eigenwilliger ist der sich nicht an der Nase herumführen lässt aund auch kein Respekt vor Ranghöhreren Perden hat, zumindest die, die knapp über ihm stehen. Einmal hat er sich mit unserem Tyson geprügelt, Hintern an Hintern und immer wieder zutreten, keiner hat nachgegeben. Nachdem er wieder zusammengeflickt wurde (hat ordentlich Blut verloren), hatte er meinen Respekt.
Ich habe auch erfahren das er mit der Hannoveraner Stute seiner Besitzerin früher oft auf der Weide stand und andere Pferde systematisch gejagd und vermöbelt hat in Teamarbeit mit der Stute (die mir übrigens auch den Wirbelsäulenschaden beschert hat), sie hat den Pferden den Weg abgeschnitten damit Banjo rankam.
Heute ist er viel ruhiger, aber auch meine Trainerin und gute Freundin Tina (obwohl sie für Ponys eingentlich nicht viel übrig hat) bewundert seine Klugheit, Gerissenheit und Kaltschnäutzigkeit, und trotzdem gehört er zu den zuverlässigsten Pferden im Stall und zu den vielseitigsten.
Das alles hatte ich aber gar nicht im Kopf höchstens im Unterbewusstsein, als ich die Vorbesitzerin fragte was sie davonn halten würde wenn ich ihn kaufe, und sie mir sagte das sie für ihn schon eit längerem einen neuen Besitzer suchte was aber keiner von uns wusste, eigentlich habe ich nur wegen einer RB angefragt.
Ich wusste ja er ist besonders robust und zuverlässig, also sah ich da kein Problem und sie kannte mich schon so gut das auch sie sofort damit einverstanden war.
In den letzten fast 2 1/2 Jahren hat er meine Denkweise in Bezug auf Ponys völlig verändert, heute weiß ich die kleinen robusten und verdammt intelligenten Fellnasen sehr zu schätzen, und als Freizeitpferd (und ich bin nun mal Freizeitreiter ) kann ich mir nichts besseres vorstellen.
Ich meine, wer kann schon von seinem Pferd behaupten in den zumindest letzten 16 Jahren nur 2 mal unvorhergesehen den Tierarzt hatte rufen zu müssen, davon 1 mal wegen der klopperei und mit seinen 20 Jahren immer noch ein Topfittes Pferd ohne Alterserscheinungen zu haben.
Sicher gibt es das auch bei Großpferden, aber im Vergleich zu den Robustponys (ob Shettys, Haffis, Isis oder Fjordis) doch eher selten.
Und viele andere seiner Eigenschaften haben mich dazu veranlasst, bei den Fjordis zu bleiben, und so war Ronja zumindest kein Zufallskauf mehr sondern gezielt und gewünscht. Bei ihr waren dann vor allem der sehr gute Stammbaum, die seltene Graue Farbe und das hübsche Gesicht ausschlaggebend auch wenn mich ihr damals beachtlicher Leibesumfang ziemlich erschüttert hat (zwischen Außen- und Trennwand wäre nichteinmal Platz für den Pferdepass gewesen ).
Aber auch sie hat mich nicht einmal enttäuscht, sie hat sehr schnell gelernt und sich sofort angepasst und eingelebt und die zugegeben sehr strenge Diät überraschend gut weggesteckt.
Wenn mich etwas in meinem Entschluß bei den Fjordis zu bleiben bestärkt hat, dann sie.
Mit ihr will ich auf jeden Fall wenn möglich spätestens 2011 einen Deckversuch mit Hisco starten. Ich hoffe ich schaffe das Geld und Zeitmäßig.
Denn mein Ziel ist es einen Weißfalben mit den positiven Charaktereigenschaften sowie den hübschen Gesichtern seines Vaters und seiner Mutter zu bekommen. Bis dahin soll Ronja ein zuverlässiges Reitpferd werden (vor allem am Gallop müssen wir noch feilen) und unseren Verein als Trainingspferd für die Anfänger im Voltegierunterricht unterstützen. Die Longenführerin arbeitet schon daran und ich hoffe mitte des Jahres sind wir soweit.
Soweit ersteinmal zu mir und dem Falbfarbenden Dreamteam
Lg. Olli
Hallo Oliver,
herzlich Willkommen hier!
Deine "Geschichte" liesst sich ja super interessant!
Greue mich schon auf weitere Berichte, wie es mit deinen Plänen so weitergeht ![]()
Liebe Grüße,
Nadine
Mann, Mann, Olli,
du bist ja richtig Vielseitig! Find ich toll, das du dich so einsetzt! Hut ab dafür!
Wie geht es dir jetzt so nach dem Reiter Unfall? Hoffe du hast dich gut erholt!
Ich finde es toll wie du zu deinen beiden Fjordis gekommen bist!
Wie du ja weißt, bin ich ja auch ein riesen Fan der Rasse, aber ich muß sagen, das der Haflinger und das Fjord viel Gemeinsamkeiten haben und ich auch froh bin, das ich doch zwischen den beiden Rassen Variieren kann!
Hauptsache ist auch, das es Dir wieder gut geht, nachdem was Du durch machen mußtest!
Schön, noch ein Mann im Forum! Herzlich Willkommen!!!! Ich hoffe du bleibst uns lange hier erhalten!
Übrigens habe ich auch eine Ronja, allerdings ist das eine Hundedame, und soll ein Schnauzer-Terrier-Mix sein. Weiß man ja nie so genau, die Gute kommt aus dem Tierheim.
LG Carina
Meintest du mich mit dem Fotografieren? *ganzunschuldigkuck*
Würde supergern mal Fotos machen - aber du wohnst so schrecklich weit weg :(
Ruhrgebiet -> Bremerhaven ist ja leider kein Katzensprung :(
Aber vielleicht bekomme ich das ja mal hin ... entweder mit dem Sammelshooting & wenn ich mal bei euch in der Ecke bin.
Habe zwar Neumünster & Aurich bzw. das Ewige Meer auf meinem Plan dieses Jahr (die liegst du ja praktisch genau zwischen), aber nicht in einer Tour ....
Naja, schauen wir mal :)
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Dann herzlich willkommen..also ich finde es toll das auch Männer gerne reiten,reiten lernen oder etwas in der Richtung.
Es gibt schließlich sehr viele Männer die kein Hobby haben,und sich kaum für etwas interessieren,um so besser finde ich es wenn es mal anders ist.Toll...alle Achtung!
LG Brummi